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  • Emanuele Piccirillo

Pressing im 4-2-3-1

Egal ob man den Gegner zum Spiel durch das Zentrum zwingen, oder nach aussen lenken möchte. Das 4-2-3-1 lässt einem im Pressing alle Möglichkeiten offen.

Schliessen des Zentrums und der Halbräume

Aus meiner Sicht ist das 4-2-3-1 vor allem aufgrund der Kompaktheit im Zentrum und in den Halbräumen schwierig zu bespielen.

Darüber hinaus ermöglicht die diagonale Staffelung im Zentrum ein ideales Schliessen der Schnittstellen der Offensivlinie durch die Sechser. Die gebildeten Dreiecke haben den Vorteil, dass der Gegner nicht einfach das Loch bespielen kann. Da dies durch den Sechser gesichert wird, befindet sich der Gegner schnell in einer Drucksituation.

Die Abläufe im 4-2-3-1 sind ein passendes Beispiel warum Dreiecke auch gegen den Ball gebildet werden sollten. Die Mitspieler werden unterstützt und es entsteht ein kompaktes Netz. Somit erlauben Defensivdreiecke die Vereinigung der Deckungsschatten und gleichzeitig ein einfacheres Verteidigen von diagonalen Pässen.

Anlaufen aus dem 4-2-3-1

Nach aussen lenken

Möchten wir im Pressing den Gegner nach aussen lenken, ist es unser Ziel den Aussenverteidiger des Gegners zu isolieren. Lenken wir den Gegner nach aussen, ist es der zentrale Stürmer, der das Pressing auslöst. Seine Aufgabe ist es, den Gegner im richtigen Moment anzulaufen und das Feld abzuschneiden. Üblicherweise wird hierfür ein Pass zwischen den beiden Innenverteidigern als Pressingauslöser genutzt.

Unser Stürmer zwingt den IV Richtung Seitenlinie abzudrehen. Setzt der Stürmer ihn hier weiter unter Druck, schliessen sich die verschiedenen Passmöglichkeiten ins Zentrum schnell und es bleibt nur der Pass auf den Aussenverteidiger.

Für den Pass auf den Aussenverteidiger ist die Positionierung des Flügelspielers und des Zehners entscheidend.

Die Aufgabe des Flügelspielers ist es, den Passweg in den Halbraum zu verschliessen. Wird dieser Pass gespielt und der pressenden Mannschaft gelingt es nicht den Ball abzufangen, waren alle Pressingbemühungen umsonst. Schliesst der Flügelspieler den Halbraum, bleibt nur noch ein Anspiel auf den Aussenverteidiger. Nach dem Pass nach aussen, sollte der Flügelspieler den Aussenverteidiger anlaufen und diesen sofort zur Ballannahme in Richtung des eigenen Tor zwingen.

Neben dem Flügelspieler, ist auch die Positionierung des offensiven Mittelfeldspielers von grosser Bedeutung. Gerät der Innenverteidiger durch unseren Stürmer unter Druck, wird er versuchen den Sechser anzuspielen, damit dieser auf den anderen IV verlagern kann. Der Zehner hat die Aufgabe die Verlagerung zu verhindern und so das Aufbauspiel zu isolieren.

Ist der Ball dann auf dem Flügel, wird der gegnerische Sechers von unserem Zehner verfolgt, um bei einem Anspiel Richtung Zentrum sofort Druck zu machen.

Auch ist die Positionierung des ballnahen Sechsers wichtig. Er schiebt mit und füllt damit den Raum der zwischen Flügelspieler und Zehner entsteht.

Der ballferne Flügelspieler muss ebenfalls mitschieben und das Zentrum schliessen. Im Falle einer Rückverlagerung über den Sechser oder Torhüter kann er sofort Druck auf den zweiten Innenverteidiger ausüben.


Nach innen lenken

Das 4-2-3-1 bietet auch die Möglichkeit den Gegner ins Zentrum des Feldes zu drängen.

Im Zentrum den Ball zu erobern hat einige Vorteile. Nach Ballgewinn im Zentrum kann einfacher auf das gegnerische Tor gekontert werden. Es erschwert dem Gegner den Ball sofort wieder im Gegenpressing zurückzugewinnen. Anders als an der Seitenlinie, wo die Linie als zusätzlicher Verteidiger eingesetzt werden kann. Das gilt für die pressende, sowie für die gegenpressende Mannschaft.


Ob nach innen oder nach aussen lenkend, im 4-2-3-1 kann das Pressing je nach Gegner und Spielsituation problemlos angepasst werden.

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