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  • Emanuele Piccirillo

mehr oder besser?

Wenn eine Mannschaft nicht gut spielt, höre ich sehr oft:


„Wir müssen mehr laufen!!!“


NEIN, wahrscheinlich müssen wir BESSER laufen, oder? Und besser zu laufen, bedeutet nicht, mehr zu laufen, oder?

Um besser zu laufen bzw. besser positioniert zu sein, spielt die Vororientierung eine grosse Rolle.


Es ist erforderlich, ständig in Bewegung zu bleiben und Folgeaktionen zu antizipieren. Die Wahrnehmung des Balles ist entscheidend, genauso wichtig ist aber auch die Beachtung der eigenen Position im Raum und die der Mit- und Gegenspieler.


Top Spieler unterscheiden sich von anderen vor allem darin, dass sie vor dem Empfangen eines Passes bereits wissen, welche Aktion als Nächstes folgen soll.


Grundlage für dieses Vorausdenken ist die Vororientierung. Die Vororientierung verschafft dem jeweiligen Spieler ein grösseres Zeitfenster, beschleunigt seine Entscheidungsfindung und erleichtert die technische Ausführung.


Der Schulterblick ist hierbei ein grundlegendes Mittel. Fussballer müssen schon von klein auf geschult werden, sich andauernd umzusehen und sich ihrer Umgebung bewusst zu werden. Wo sind Räume frei? Wo kann ich mich freilaufen? Wohin kann ich mich nach der Ballannahme bewegen? Wie stehen meine Mitspieler? Wen kann ich dann wie anspielen?


Eine richtige Ballannahme, die Körperhaltung, eine saubere Technik, die Physis, die Mentalität spielen ebenfalls eine Rolle. Doch der Schulterblick muss in der Ausbildung einen grossen Platz einnehmen.

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